Das deutsche Wort „Selbstlosigkeit“ verdeutlicht das Wesen des für die Welt des Lebendigen typischen Altruismus eindrücklich: Es braucht ein so starkes Selbst, dass dieses sogar in der Lage ist, von sich loszukommen, von sich absehen zu können, ohne sich dabei zu verlieren oder sich etwas „zu vergeben“, wenn es anderen gibt, was diese brauchen. Im Gegenteil: Wer in sich selbst ruht und keiner äußeren Anerkennung bedarf, um sich stark zu fühlen, der kann all seine Kräfte dort einsetzen, wo sie gebraucht werden, und ist gerade dadurch gleichermaßen stark bei sich und der Sache, um die es geht. In der positiven Psychotherapie nennt man eine solche Haltung „Problemorientierung“ …

Michaela Glöckler in „Kita, Kindergarten und Schule als Orte gesunder Entwicklung“