Kategorie: Gedanken Seite 3 von 12

Wachstum

Beklemmung, Zweifel und Hoffnungslosigkeit zeigen Krisen an, Perioden der Ratlosigkeit, die immer dann auftreten, wenn der Mensch unsicher genug ist, um innerlich wachsen zu können.

Wir müssen unser Gefühl des Unbehagens immer als die Chance betrachten, „das Wachstum zu wählen und nicht die Angst“ (Abraham Maslow).

aus Sheldon B. Kopp: Triffst du Buddha unterwegs, Psychotherapie und Selbsterfahrung

Leiden

Es gibt zwei Arten des Leidens. Das Leid, vor dem wir wegrennen, weil wir uns der Wahrheit des Lebens nicht stellen wollen. Und das Leid, das wir durchleben, wenn wir bereit sind, von den Problemen der Welt nicht mehr weg zu laufen. Nur die zweite Art führt dich zur Freiheit.

Jack Kornfield

Loslassen

Auch wenn ich was hab

was andere gern hätten

ist dies noch lange kein Grund

daran festzuhalten

© Sylvia

Angst vor dem Tod

Je größer das Gefühl von ungelebtem Leben,

desto größer die Angst vor dem Tod.

Irvin D. Yalom

Aus seinem neuen Buch:

Wie man wird, was man ist – Memoiren eines Psychotherapeuten

Eifersucht

„Der Kern jeder Eifersucht ist ein Mangel an Liebe.“

C.G. Jung: „Erinnerungen, Träume, Gedanken“

Annehmlichkeit der eigenen Meinung …

Allzu oft erfreuen wir uns der Annehmlichkeit der eigenen Meinung ohne uns der Unannehmlichkeit des Nachdenkens unterzogen zu haben.

aufgeschnappt in einem „Die drei ???“ Hörspiel meiner Kinder

Messbarkeit und menschliche Bedeutung

Messbarkeit und menschliche Bedeutung sind umgekehrt proportional. Je menschlich unbedeutender etwas ist, umso leichter lässt es sich messen.

Für die Standortbestimmung von Menschen wie Moses, Buddha oder Jesus fehlen dieser Wissenschaft jedoch die Begriffe. Die Fähigkeit eines Verhungernden, sein Brot mit einem anderen Verhungernden zu teilen; eines Liebenden, dem Dienst am kranken Lebensgeführten zuliebe auf Triebbefriedigung zu verzichten; des Waldhüters im Amazonas, sich dem Wald zuliebe mit den Großgrundbesitzern anzulegen; des Soldaten, dem verwundeten Kameraden zuliebe sein eigenes Leben zu wagen – diese Talente zum Menschsein zu messen, zu wiegen und zu rechnen ist bestenfalls Unfug. Abraham Maslow, der außerordentliche Wissenschaftler, der entgegen den Regeln der Statistik das Erleben einzelner Personen als aussagekräftig achtete, beschrieb das Gipfelerlebnis als Maß für Wichtigkeit. Rogers sah als Aufgabe der Therapie die Weckung des therapeutischen Potentials, das nach seiner Beobachtung jedem Leidenden innewohnte. All dies sind Größen, die sich der Messbarkeit weitgehend entziehen.

aus einem Aufsatz von Dr. Wolf Büntig „Wissenschaft als Glaube“ 1990

Nein-Sagen

Krankheit ist manchmal eine Alternative zum Nein-Sagen.

Der Körper hat keine Schuldgefühle – ihm ist es nicht peinlich.

Sylvia Kunstmann

Erfahrung

Bastian dachte viel in den darauffolgenden Tagen über all das nach, was der Bunte Tod ihm gesagt hatte. Doch manche Dinge kann man nicht durch Nachdenken ergründen, man muss sie erfahren. Und so kam es, dass er erst viel später, nachdem er vieles erlebt hatte, an Graógramáns Worte zurückdachte und sie zu verstehen begann.

Aus „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende

Glück

Wenn man das Glück verfolgt wie einen Ganoven, wird es sich am Ende wie ein solcher verhalten, wird stets eine Stadt voraus sein, Namen und Haarfarbe wechseln, um einem zu entwischen, sich zur Hintertür des Motels hinausschleichen, während man gerade mit dem neuesten Suchbefehl durch die Lobby poltert, und – um einen zu foppen – nur eine glühende Zigarette im Aschenbecher zurücklassen. Irgendwann aber muss man damit aufhören, weil das Glück einfach nicht verweilt. Muss man sich eingestehen, dass man es nicht einholen kann. Nich einholen soll. Irgendwann muss man, … loslassen und stillsitzen und zulassen, dass Glück und Zufriedenheit zu einem kommen.

Aus „EAT PRAY LOVE“ von Elizabeth Gilbert

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